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Geocaches blindengerecht anlegen

Anders als für Webinhalte und Gebäude, gibt es für das Verstecken von Geocaches keine festen Richtlinien für Barrierefreiheit. Ich nenne hier aber einige Tipps für Cache Owner, wie man die Teilhabe blinder Menschen an dieser herrlichen Freizeitaktivität gewährleisten kann.

Barrierefrei heißt hier nicht frei zugänglich. Schließlich stellt das Versteck eine Barriere dar, die gewollt ist. Mit barrierefrei ist gemeint, dass das Versteck auch ohne Sehsinn gefunden werden kann, dass die Aufgabe blind zu lösen ist.

Einen Cache im Wald auf einem Baum zu verstecken, ist so, wie einen Ton im weißen Rauschen zu verstecken. Mit den Augen lassen sich mögliche Verstecke ausmachen und Bäume, die nicht in Frage kommen, ausschließen. Ein Blinder müsste jeden Baum in der Umgebung erklettern, um jeden Ast auf ein mögliches Versteck hin zu prüfen.

Dagegen sind Caches gut, deren Versteck sich von ihrer Umgebung unterscheidet. Ein Bauwerk etwa, eine Skulptur oder eine Bank.

Beim Legen eines Cache sollte man sich fragen, ob das Versteck durch taktile Erkundung zu finden ist, bzw. ob die Aufgabe ohne sehen zu können lösbar ist. Möchte man den Cacher beispielsweise Zahlen auf einem Schild addieren lassen, kann man für diese Info vielleicht eine Internet-Quelle als Alternative anbieten. Neben Visuellen Richtungs- und Entfernungsangaben kann man haptisch oder akustisch wahrnehmbare Wegpunkte nennen. Etwa "eine Einfahrt mit Kopfsteinpflaster" oder "wo der Kiesweg in Gras übergeht". Am besten man fragt sich, wie man das Versteck einer blinden Person beschreiben würde.

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