Beschreibung der Hilfsmittel
Taktiler Timer
Der Timer hat auf der Oberseite eine Skala mit Elf Markierungen, von Neun bis Drei Uhr. Auf der Zwölf befindet sich eine dicke Markierung, die die Mitte anzeigt.
Auf der Oberseite befinden sich ebenfalls der Ein- und Ausschalter und ein Wahlschalter für Drei verschiedene Zeit-Intervalle.
Wenn man den Timer einschaltet, dreht sich der Zeiger auf Neun Uhr und springt dann schrittweise weiter, bis er auf Drei Uhr steht.
Der Zeiger macht also jedes Mal Zehn Schritte. Der gewählte Zeit-Intervall wird dabei durch zehn geteilt. Bei Fünf Minuten braucht der Zeiger also für jeden Schritt eine halbe Minute.
Man kann zwischen drei Zeit-Intervallen wählen. Die Zeit-Intervalle können beim Herstellen des Timers nach Wunsch voreingestellt werden.
Vorstellbar ist z.B. eine Eieruhr mit Vier, Fünf und Sechs Minuten für weiche, mittlere und harte Eier.
Oder, Fünf Minuten für ein mittleres Ei, eine viertel Stunde für das tägliche Fitness-Training und eine Stunde Yoga. Der Timer kann ganz den persönlichen Bedürfnissen angepasst werden.
Sollte sich der Lebensrhythmus mal ändern, ist das auch kein Problem. Der Timer kann über den USB-Zugang an der Vorderseite umprogrammiert werden. Betrieben wird er mit einer 9-Volt-Batterie.
Die Materialkosten belaufen sich auf 35,00 bis 40,00 €.
Thermometer für Innen- und Außentemperatur
Auf dem Thermometer-Gehäuse steht links das Wort „innen“ und rechts das Wort „außen“ in Braille.
Auf der Vorderseite gibt es korrespondierend zur Beschriftung zwei Drucktaster.
Wenn man die Wörter mit dem Finger liest, befindet sich der Daumen immer in der Nähe des entsprechenden Tasters.
In der Mitte des Thermometers befinden sich zwei Walzen mit Braille-Zahlen. Auf den Walzen stehen jeweils die Zahlen von Null bis Neun. Im Ruhezustand zeig bei beiden Walzen die Null nach oben. Man liest also „00“.
Wenn man einen der Taster drückt, drehen sich die Walzen auf den gemessenen Wert. Sobald die Walzen stillstehen, kann man die Temperatur auf der Oberseite ablesen.
Nach einigen Sekunden drehen die Walzen sich wieder zurück auf „00“.
Bei Temperaturen über Null, also in den meisten Fällen, drehen die Walzen sich vorwärts. Bei Minusgraden drehen sie sich rückwärts.
Wenn es draußen also kalt wird und Frost zu erwarten ist, sollte man immer die Drehrichtung der Walzen beobachten. Sie lassen sich sehr gut Fühlen.
Auf der Rückseite des Gehäuses tritt ein dünnes Kabel aus, an dessen Ende sich der Fühler für die Außentemperatur befindet. Das Kabel kann durch das Fenster nach draußen geführt und problemlos im Fenster eingeklemmt werden.
Auf der linken Gehäuseseite befindet sich ein USB-C-Anschluss.
Das Gerät kann mit einem handelsüblichen Fünf-Volt-Netzteil wie von einem Smartphone betrieben werden.
Es kann dauerhaft angeschlossen bleiben. Der Stromverbrauch ist so minimal, dass Powerbanks sich nach kurzer Zeit automatisch abschalten.
Die Materialkosten belaufen sich auf ca. 50,00 €.
Hindernismelder mit Vibration
Der Hindernismelder richtet sich in erster Linie an taubblinde und rollstuhlfahrende blinde Menschen.
Er ist nicht dazu gedacht, am Langstock oder am Körper befestigt zu werden und dauerhaft in Betrieb zu sein.
Er ist ein Handgerät für den Bedarfsfall. So wie eine Taschenlampe, die man auch nur in die Hand nimmt, wenn man in den Keller geht.
Das Gehäuse ist rechteckig. Hinten befindet sich ein Fach für eine Neun-Volt-Batterie. Vorne befinden sich zwei Kapseln mit dem Ultraschall-Sender und -Empfänger.
Wenn man das Gerät in die Hand nimmt, liegt der Daumen auf dem Ein- und Ausschalter.
Der Hindernismelder funktioniert mit Ultraschall und meldet Hindernisse in einer Entfernung zwischen drei Meter und 20 Zentimeter. Dabei zeigen unterschiedliche Vibrationsmuster die Entfernung an.
Ist ein Hindernis näher als drei Meter, gibt es einen Vibrationspuls, der sich nach kurzer Zeit wiederholt. Bei unter 2 Metern gibt es einen doppelten Puls, unter einem Meter einen dreifachen Puls und bei unter 50 Zentimeter erfolgt eine Dauervibration.
Die Entfernungen und Vibrationsmuster können auf Wunsch angepasst werden. Das Gerät hat eine USB-Schnittstelle, so dass der Programm-Code jederzeit verändert werden kann.
Die Materialkosten belaufen sich auf ca. 30,00 €.
Lichtsonde mit Vibration
Die Lichtsonde zeigt Lichtquellen durch Vibration an. Je mehr Licht auf die Sonde fällt, desto stärker die Vibration.
So lässt sich prüfen, ob in einem Raum Licht brennt, wo in einem Raum die Fenster sind, ob die Sonne scheint usw.
Das Gehäuse der Sonde besteht aus einem runden Körper, dessen form an eine Rakete erinnert. An ihrer Spitze hat die Sonde ein kleines Loch. Hier wird der Lichteinfall gemessen.
Kurz unterhalb der Raketennase befindet sich eine Taste. Man kann die Sonde bequem in der Hand halten und die Taste mit dem Daumen drücken.
Während des Gebrauchs muss die Taste gedrückt gehalten werden.
Hält man die Taste gedrückt, erfolgt zunächst ein kurzer Vibrationspuls. Dieser bedeutet, dass die Sonde betriebsbereit ist und dass die Messung beginnt. Man kann die Sonde dann schwenken, um eventuelle Lichtquellen zu orten. Fängt die Sonde an zu vibrieren, zeigt sie auf eine Lichtquelle.
Da die Messung an der Spitze der Sonde erfolgt, lässt sich die Richtung einer Lichtquelle sehr gut erfühlen. Wo die spitze hinzeigt, kommt das Licht her.
Die Sonde wird mit einer Neun-Volt-Batterie betrieben.
Die Materialkosten belaufen sich auf ca. 35,00€
Akustischer Spielwürfel
Der Akustische Spielwürfel spricht auf Knopfdruck einen zufällig generierten Würfelwert, beim klassischen Würfel also eine Zahl von 1 bis 6.
Wozu das? Nun, erstmal schützt der akustische Würfel vor Schummeln, weil die Zahl für alle Hörbar angesagt wird. Wenn blinde und sehende Kinder z.B. Mensch ärgere dich nicht spielen, wird ja doch schon mal gemogelt.
Weiterhin nützt der akustische Würfel, wenn man keine taktilen Würfel hat oder lesen kann.
Wenn der Taster betätigt wird, wird zuerst ein Würfelgeräusch wiedergegeben.
Dann wird eine zufällige Zahl ermittelt und angesagt.
Lässt man den Taster nach der ersten wiedergegebenen Zahl los, entspricht das dem Wurf mit einem Würfel. Für Spiele mit mehreren Würfeln wird der Taster gedrückt gehalten, bis so viele Zahlen wiedergegeben wurden, wie es Würfel im Spiel gibt.
Die Zufallsauswahl wird nach jeder Zahl wieder auf alle Zahlen angewendet. Es ist also möglich, Pasche zu werfen.
Außerdem kann man zwischen drei Würfelarten wählen. Voreingestellt sind ein sechsseitiger Würfel für Gesellschaftsspiele, ein zwanzigseitiger Würfel für Rollenspiele und ein Würfel mit Tiergeräuschen.
Auf Wunsch können andere Würfelarten eingepflegt werden.
Das Gerät ist annähernd würfelförmig und hat auf der Oberseite den Taster zum Würfeln.
Auf der Unterseite befindet sich der Einschub für die Neun-Volt-Batterie, ein Ein- und Ausschalter sowie ein Wahlschalter für die Würfelart.
Die Materialkosten belaufen sich auf ca. 45,00 €.